Wir haben Mannheim zum Singen gebracht!

Was für ein Tag, was für Stimmen, was für ein Erfolg: Gemeinsam mit dem Nationaltheater Mannheim haben wir beim zweiten Chorfestival Rhein-Neckar die Oper am Luisenpark zum Beben gebracht.

Mehr als 2.000 Besucherinnen und Besucher erlebten acht Chöre und Vokalensembles, die eindrucksvoll zeigten, wie vielfältig, präzise, mutig und unterhaltsam Chormusik sein kann. Das Festival war damit der perfekte erste Höhepunkt der Aktionswoche „Mannheim singt“.

Dass diese Veranstaltung so reibungslos über die Bühne ging, war kein Zufall: Die Veranstaltungsmanagerinnen Sophia Baum und Linda Schramm organisierten das Festival gemeinsam mit Kulturchef Stefan M. Dettlinger sowie Alyana Pirola vom Nationaltheater. Von der Planung über die Abläufe bis zur Betreuung vor Ort stimmte alles – Teamwork im besten Sinne, ganz im Takt der Veranstaltung.

Chordirektor Alister Lilley bei der Arbeit

Schon der Auftakt hatte Festivalformat: Kulturbürgermeister Thorsten Riehle sang – am Flügel begleitet von Stefan M. Dettlinger – Joy Flemings „Ein Lied kann eine Brücke sein“. Dafür gab es viel Applaus, und die Botschaft passte: Beim Singen hören wir einander zu, finden einen gemeinsamen Takt und schaffen Gemeinschaft. Genau das war den ganzen Nachmittag über spürbar. Auf der Bühne wurde die gesamte Klangpalette aufgefahren: geistliche Musik, Jazz, Pop, Rock, Musical, Barbershop und sogar ein gesungener, teils gejodelter Ehestreit.

Der MGV 1878 Mannheim-Sandhofen überzeugte ebenso wie die Swinging Bees, der Liederkranz Lampenhain, der Kammerchor Alumni Heidelberg, Rainer’s Finest, die Joyful Voices, der Popchor Mannheim und die NoNames Ludwigshafen. Hühner-Mützen, komplexe Jazzharmonien, Deep Purple und Schlager-Medleys sorgten für Gänsehaut, Lachen und staunende Gesichter.

Das Publikum erlebte ein vielfältiges Chorkonzert.

Auch die Jury hatte allen Grund, genau hinzuhören: Kantorin Marion Krall, NTM-Chordirektor Alistair Lilley und Stefan M. Dettlinger zeichneten den MGV 1878, den Kammerchor Alumni und Rainer’s Finest aus. Bei den Popchören entschied die Jury salomonisch: Der Popchor Mannheim und die NoNames teilten sich Platz eins. Verdient – denn gewonnen hat vor allem die Musik.

Und Sie waren nicht nur Zuhörerinnen und Zuhörer: Das Publikum wurde selbst zum Chor. Nach dem Warm-up mit Marion Krall probte Alistair Lilley mit dem Saal Verdis „Va, pensiero“. Gerollte Rs, italienische Doppelkonsonanten und ein fast vierstimmiger Gefangenenchor: Die Oper am Luisenpark wurde zur größten Probe Mannheims.

Unser Fazit: Das zweite Chorfestival Rhein-Neckar war ein Erfolg – für die Chöre, das Publikum, das Nationaltheater und den MANNHEIMER MORGEN. Wir haben gezeigt: Mannheim kann nicht nur singen. Mannheim singt zusammen.

Zum Schluss sangen alle Chöre gemeinsam auf der Bühne.